Der Abend wechselt langsam die Gewänder, die ihm ein Rand von alten Bäumen hält; du schaust: und von dir scheiden sich die Länder, ein himmelfahrendes und eins, das fällt;
und lassen dich, zu keinem ganz gehörend, nicht ganz so dunkel wie das Haus, das schweigt, nicht ganz so sicher Ewiges beschwörend wie das, was Stern wird jede Nacht und steigt –
und lassen dir (unsäglich zu entwirrn) dein Leben bang und riesenhaft und reifend, so daß es, bald begrenzt und bald begreifend, abwechselnd Stein in dir wird und Gestirn.
„Dies ist die Nacht, da mir erschienen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt- und Himmelslicht weicht hunderttausend Sonnen nicht.“ – Kaspar Friedrich Nachtenhöfer
Der Stephansdom (eigentlich Dom- und Metropolitankirche zu St. Stephan und allen Heiligen) am Wiener Stephansplatz ist seit 1365 Domkirche und Sitz einer Priestergemeinschaft (Allerheiligenkapitel). Der von den Wienern kurz Steffl genannte römisch-katholische Dom gilt als Wahrzeichen Wiens und wird mitunter auch als österreichisches Nationalheiligtum bezeichnet.Namensgeber ist der heilige Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer gilt. Das zweite Patrozinium ist Allerheiligen.
Das Bauwerk ist 109 Meter lang und 72 Meter breit. Der Dom ist eines der wichtigsten gotischen Bauwerke in Österreich.
Und ich habe mich so gefreut!” sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das nichts? Marie von Ebner-Eschenbach
Was ist die Welt? Ein ewiges Gedicht, Daraus der Geist der Gottheit strahlt und glüht, Daraus der Wein der Weisheit schäumt und sprüht, Daraus der Laut der Liebe zu uns spricht
Und jedes Menschen wechselndes Gemüt, Ein Strahl ist’s, der aus dieser Sonne bricht, Ein Vers, der sich an tausend and’re flicht, Der unbemerkt verhallt, verlischt, verblüht.
Und doch auch eine Welt für sich allein, Voll süß-geheimer, nie vernomm’ner Töne, Begabt mit eig’ner, unentweihter Schöne,
Und keines Andern Nachhall, Widerschein. Und wenn Du gar zu lesen d’rin verstündest, Ein Buch, das Du im Leben nicht ergründest.
Hugo von Hofmannsthal * 1. Februar 1874 in Wien; † 15. Juli 1929 in Rodaun bei Wien
Mein Reich ist klein und unabschreitbar weit. Ich bin die Zeit. Ich bin die Zeit, die schleicht und eilt, die Wunden schlägt und Wunden heilt. Hab weder Herz noch Augenlicht. Ich kenn die Gut’ und Bösen nicht. Ich trenn die Gut’ und Bösen nicht. Ich hasse keinen, keiner tut mir leid. Ich bin die Zeit.
Da ist nur eins, – das sei euch anvertraut: Ihr seid zu laut! Ich höre die Sekunden nicht, Ich hör’ den Schritt der Stunden nicht. Ich hör’ euch beten, fluchen schrei’n, Ich höre Schüsse zwischendrein; Ich hör’ nur Euch, nur Euch allein … Gebt acht, ihr Menschen, was ich sagen will: Seid endlich still!
Ihr seid ein Stäubchen am Gewand der Zeit, – Lasst euren Streit! Klein wie ein Punkt ist der Planet, Der sich samt euch im Weltall dreht. Mikroben pflegen nicht zu schrei’n. Und wollt ihr schon nicht weise sein, Könnt ihr zumindest leise sein. Schweigt vor dem Ticken der Unendlichkeit! Hört auf die Zeit!
Erich Kästner (geboren 23. Februar 1899, Dresden, Deutschland -gestorben 29. Juli 1974, München, Deutschland )
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