Abend in Warschau

Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.

von Immanuel Kant

Warschau,Polen

Man lernt das Matrosenleben

Man lernt das Matrosenleben

nicht durch Übungen in einer Pfütze

Franz Kafka
(* 1883-07-03, † 1924-06-03)

Warschau,Polen

Sagrada Familia 8

Ja

Ja. Ein klares Ja.
Ich bin mir sicher –
ohne zweiten Gedanken.
Ich fühle es.
Mein Herz sagt: Ja.

Nein – an meine Vernunft denke ich nicht.
Ich habe sie ausgeschaltet.
Ich sage ein klares Ja,
denn mein Herz sagt es.
Ohne Widerspruch.

Endlich.

von Jeannette Paterakis

Barcelona ,Spanien

Sagrada Familia 4

Reserviere eine bestimmte Zeit für dich selbst und halte dich ruhigen Gemüts in Erfolg und Mißerfolg, frei von Unruhe und Verwirrung, sowohl bei frohen als bei traurigen Anlässen.

von Ignatius von Loyola (1491 – 1556)

Barcelona,Spanien

Sagrada Familia 3

Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.

von Augustinus von Hippo

(354 – 430)

Barcelona,Spanien

die Zukunft

Lass doch die Zukunft schlafen

Lass doch die Zukunft schlafen, wie sie es verdient.

Wenn man sie nämlich vorzeitig weckt,

bekommt man dann eine verschlafene Gegenwart.

Franz Kafka
(* 1883-07-03, † 1924-06-03)

Barcelona,Spanien

Hoffnung

Krieg 

Krieg bedeutet Tod .

Krieg bedeutet Leid .

Wo ist die Diplomatie geblieben?

Wo ist die Gewaltlosigkeit geblieben?

Frieden auf Erden .

Ein Leben ohne das Böse .

Ein Leben voller Wachstum .

Und ohne  Zerstörung .

Aber mit Liebe im Herzen.

von Jeannette Paterakis

Barcelona,Spanien

Carmen

carmina

Catull.1 
Widmung an Cornelius Nepos

ad Cornelium

(1) Cui dono lepidum novum libellum
arida modo pumice expolitum?
(2) Corneli, tibi: namque tu solebas
meas esse aliquid putare nugas.
(3) Iam tum, cum ausus es unus Italorum
omne aevum tribus explicare cartis . . .
(4) Doctis, Iuppiter, et laboriosis!
(5) Quare habe tibi quidquid hoc libelli –
qualecumque, quod, o patrona virgo,
plus uno maneat perenne saeclo!

von Catull

zu Cornelius

Wem nur schenk ich das nette neue Büchlein,

Das vom trockenen Bimsstein frisch geglättet?

Dir, Cornelius! denn du glaubtest immer,

Meine Sächelchen seien nicht ganz wertlos;

Damals schon, als allein bei uns du wagtest,

Alle Zeit zu entfalten in drei Wälzern,

Grundgescheiten, bei Gott, und voller Mühsal.

Drum, was dran ist an diesem Büchlein, nimm es,

Welchen Wert es auch hat. O holde Jungfrau, 

Gib ihm länger als ein Jahrhundert Geltung!

Übersetzung: E.Gottwein 

Barcelona,Spanien

Rat

Rat

Nein, Junge, suche du allein
Den Weg und laß mich weitergehen!
Mein Weg ist weit und mühevoll
Und führt durch Dornen, Nacht und Wehen.

Geh lieber mit den andern dort!
Der Weg ist glatt und viel betreten,
Ich will in meiner Einsamkeit
Auch einsam sein und beten.

Und siehst du mich auf Bergen stehen,
Beneid mich nicht um meine Flügel!
Du wähnst mich hoch und himmelnah –
Ich seh, der Berg war nur ein Hügel.

von Hermann Hesse

Barcelona,Spanien